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Ist DOOH das Richtige für Ihren Kunden?
Nicht jedes Ziel braucht einen Bildschirm. So finden Sie es heraus.
Ist DOOH das Richtige für Ihren Kunden?
Nicht jedes Ziel braucht einen Bildschirm. So finden Sie es heraus.
Programmatic DOOH ist ein wirklich flexibler Kanal, aber das heißt nicht, dass er die Antwort auf jedes Briefing ist. Hier erfahren Sie, wann er seinen Platz im Plan verdient, und wann nicht.
Wann es gut passt
Wenn Sie schnell eine breite, geografisch konzentrierte Zielgruppe rund um einen Marken- oder Produktmoment erreichen möchten, ist DOOH meist eine starke Wahl. Es liefert Reichweite und Frequenz schnell, in einer vertrauenswürdigen Umgebung, ohne dass personenbezogene Daten auf individueller Ebene nötig sind.
Es passt schwächer, wenn eine Kampagne eine enge, schwer definierbare Nische ohne verlässliche geografische Konzentration erreichen muss, oder wenn die Botschaft wirklich eine Eins-zu-eins-Personalisierung braucht, die nur ein Kanal wie E-Mail oder CRM-basiertes Retargeting liefern kann.
Eine Nuance, die man kennen sollte: audience-first Planung hat die Grenze dessen, was als „erreichbar“ gilt, angehoben. Vor ein paar Jahren stimmte „unsere Zielgruppe ist zu speziell für Außenwerbung“ oft noch. Heute, mit Tools wie ARP von The Trade Desk, das Bildschirme danach bewertet, wie stark eine definierte Zielgruppe in der Nähe indiziert, und Location-Intelligence-Partnern wie Adsquare, die zeigen, wer wahrscheinlich an einem bestimmten Standort vorbeikommt, lassen sich Zielgruppen, die früher zu nischig für DOOH wirkten, oft effizient erreichen. Die richtige Frage lautet nicht mehr „ist meine Zielgruppe groß genug für Plakatwände?“, sondern „lässt sich meine Zielgruppe verhaltens- oder geografisch gut genug beschreiben, damit der Plan findet, wo sie sich konzentriert?“
Ziele, die DOOHs Stärken ausspielen
Manche Ziele passen direkt zu DOOH: breite Reichweite, hohes Vertrauen, starke visuelle Wirkung. So sieht das in der Praxis typischerweise aus.
- Markenbekanntheit: Eine neue Wellness-Marke startet in Großstädten mit Platzierungen in Fitnessstudios, Bahnhöfen und Einkaufszentren und baut schnell breite Reichweite vor einem größeren Media-Push auf.
- Produkteinführungen: Eine Automobilmarke, die ein neues Modell vorstellt, fährt eine dominante, wirkungsstarke Übernahme in der Nähe von Autohäusern und rund um eine Automesse, passend zur Ankündigung, die Botschaft einfach gehalten, Produkt, Nutzen, Marke.
- Retail-Promotions: Ein Supermarkt bewirbt ein Wochenendangebot in der Nähe ausgewählter Filialen, geografisch um die Einzugsgebiete der Filialen ausgerichtet und genau auf das Promotionsfenster abgestimmt.
- Store Visits: Eine Systemgastronomie-Kette, die einen neuen Standort eröffnet, treibt die Fußgängerfrequenz über Bildschirme in einem definierten Fahrzeit-Radius und misst den Uplift anschließend mit einem Footfall-Partner, was passende Skalierung und Einrichtung vor dem Launch braucht.
- Event-Promotion: Ein Festival oder eine B2B-Konferenz wird in den Wochen zuvor entlang von Nahverkehrsrouten und in der Nähe des Veranstaltungsorts beworben und baut mit näherrückendem Termin Momentum auf.
Welche Branchen meist die schnellsten Erfolge sehen
Das ist keine Ausschlussliste, sondern ein Ausgangspunkt dafür, wo die schnellsten Erfolge meist liegen. Auch die Größenordnung spielt eine Rolle: lokale Kampagnen, eine einzelne Stadt oder Filialliste, passen am engsten für einen ersten Versuch, während regionale und nationale Kampagnen derselben Logik folgen, nur mit breiterem Fußabdruck geplant.

Budget nach Reichweite planen, nicht nach Bildschirmanzahl
Kunden fragen oft, wie viele Bildschirme sie für ihr Budget bekommen. Die nützlichere Frage ist, ob der Plan genug Reichweite und Frequenz in den richtigen Umgebungen erzeugt, um das Ziel zu unterstützen. Eine Kampagne, die über zu viele Städte verteilt ist, sieht auf einem Mediaplan vielleicht beeindruckend aus, wirkt im Markt aber unsichtbar. Eine fokussierte Kampagne an weniger Orten erzeugt meist stärkere Wirkung.
Das Fünf-Faktoren-Entscheidungsraster
Bewerten Sie jede Kandidaten-Kampagne anhand dieser fünf Faktoren, bevor Sie DOOH empfehlen. Sie ehrlich mit einem Kunden in einem einzigen Gespräch durchzugehen, reicht meist aus, um zu wissen, ob DOOH dazugehört. Konkretes Beispiel, wann man ablehnt: Ein B2B-Softwarekunde möchte 40 namentlich benannte Enterprise-Accounts mit einer stark individualisierten Botschaft erreichen. Die Zielgruppe ist zu eng und verstreut, als dass DOOH sie effizient liefern könnte. Das passt besser zu Account-based Marketing auf LinkedIn und per E-Mail, wobei DOOH für eine breitere Kategorie-Awareness-Aktion in der Nähe einer relevanten Fachmesse reserviert bleibt, falls es eine gibt.
Das Fazit
DOOH ist am stärksten, wenn Sichtbarkeit, Kontext, Geografie und Timing zählen, und am schwächsten für enge, stark personalisierte, reine Last-Click-Ziele. Audience-first Tools haben erweitert, was als erreichbar gilt, daher stimmt „zu nischig für Außenwerbung“ heute deutlich seltener als früher. Gehen Sie die fünf Faktoren durch, bevor Bildschirme, Pakete oder Deal-IDs überhaupt ins Gespräch kommen.
